Picknick im Park

13 Sep
Der neue Ortsbeirat mit Robert Wolfgram als Ortsvorsteher hat sich viel für die kommenden Jahre vorgenommen, dazu gehört auch die Belebung des kulturellen Lebens in Gladenbach sowie markanter Orte, die sich auch Corona-bedingt im Dornröschen-Schlaf befinden. Nach einem kurzen Austausch mit Michael Werner war man sich schnell klar, die Konzertmuschel im Georg-Ludwig-Hartig-Park (für viele noch bekannt als Kurpark) kann gerade in Zeiten von Hygienekonzepten und Abstandsregeln sehr gut genutzt werden. Die evangelische Kirchengemeinde Gladenbach hat es erst am 04.07. mit einem Kurparkgottesdienst wieder gezeigt.
Die Idee war schnell geboren ein ‚Picknick im Park’ und dazu Live-Musik, am besten unter der Einbindung örtlicher Vereine und da kommt der Musikverein 1911 Gladenbach ins Spiel ebenso der TC Gladenbach. Während sich der Musikverein um den musikalischen Rahmen und die Versorgung mit gekühlten Getränken kümmert, stellt der Tennisclub freundlicherweise die Toiletten in seinem nahe gelegenen Clubheim für die Besucher des ‚Picknick im Park‘ zur Verfügung. Es soll ein lockerer Rahmen werden bei dem Jung und Alt sowie die Generationen dazwischen sich im Park bei hoffentlich gutem Wetter treffen. Alle sind eingeladen sich ein Picknick mitzubringen und sich mit ebenfalls mitgebrachten Decken oder Stühlen im Park niederzulassen und sich dabei mit etwas Abstand trotzdem wieder näher zu kommen. Die Einladung dazu geht nicht nur an Gladenbacher und Gladenbacherinnen, sondern soll auch eine Einladung für die Bewohner der Stadtteile und darüber hinaus sein, so Robert Wolfgram.
Und der Musikverein? Der freut sich mal wieder gezielt auf einen Auftritt hin zu proben, was erst seit kurzem im Rahmen der allgemeinen Hygienebestimmungen möglich ist.
2020 war ein schweres Jahr für Musiker und Dirigent, da kaum eine der üblichen Veranstaltungen zu Stande kam und auch die Hygieneregeln es für Blasorchester schwer gemacht haben überhaupt miteinander zu musizieren. Den Sommer 2020 hatte der Musikverein genutzt um wenigstens einmal in jedem Ortsteil der Großgemeinde eine Freiluftprobe mit bekannten Liedern abzuhalten und so Musik und Freude auf die Dörfer zu bringen. Der Applaus mit Abstand oftmals aus den Fenstern oder von Balkonen aus gab dem Recht und hoffentlich konnten so neue ‚Fans’ für die Arbeit des Musikvereins gewonnen werden. Die Musikerinnen und Musiker sowie Michael Werner (mittlerweile seit über zwölf Jahren musikalischer Leiter) freuen sich auf alle Fälle auf ein Wiedersehen!
Der Vorsitzende des Musikvereins Johannes Schmalz gegenüber der Zeitung, wir haben vor zehn Jahren unser 100-jähriges Vereinsbestehen in mehreren Veranstaltungen und Konzerten gefeiert und sind damals unter anderem mit der PRO-MUSICA-Plakette vom damaligen Bundespräsidenten Wulff ausgezeichnet worden, dieses Jahr können wir unser 110-jähriges kaum angemessen begehen, umso mehr würden wir uns freuen in diesem Rahmen wenigstens ein bisschen mit unseren Zuhörern und einem kleinen Querschnitt von Musikrichtungen und Musikepochen zu feiern. Unser Dirigent hat da schon einige schöne Titel rausgesucht: ein bisschen Stimmungsmusik u.a. von Boney M., ein bisschen Dixieland, ein paar Märsche und wie soll es bei Michael anders sein, natürlich einige Klassiker und Highlights der böhmischen Blasmusik. Trotz bzw. im Rahmen der Bestimmungen haben wir seit dem Frühjahr 2020 immer wieder versucht mit unserer Musik die Stimmung in unserem Klangbereich aufzuhellen und unsere Freude an der Blasmusik weiterzugeben, so z.B. jeweils mit einer Freiluftprobe an den eigentlich üblichen Kirschenmarktstagen, bei den Alten- und Pflegeheimen sowie mit den bereits erwähnten Freiluftproben in den Ortsteilen, mit dem Picknick im Park wollen wir daran anknüpfen und freuen uns über die Unterstützung des Ortsbeirates, der für unsere Gäste für freien Eintritt sorgt.
Mit dieser Veranstaltung soll ein Grundstein gelegt werden, um in den kommenden Jahren an gleicher Stelle das ‚Picknick im Park’ oder vergleichbare Veranstaltungen zu etablieren, weitere Ortsvereine einzubeziehen und ein breiteres Angebot aufzustellen, ergänzt Robert Wolfgram.