27. April 2019

Berichte

Nachbericht Passionskonzert 2019 mit dem Chor „Cantelo“

Das diesjährige Passionskonzert von Musikverein 1911 Gladenbach und dem Chor Cantelo Weipoltshausen begeisterte mehrere hundert Zuhörer!Die Resonanz nach diesem wunderbaren Konzert war groß, die umfangreiche Probenarbeit im Vorfeldwurde mit viel Applaus belohnt, die Rückmeldungen der Zuhörer waren erfreulich positiv!Das Passionskonzert 2019 wurde vom Musikverein mit klassischer Musik von Mozart eröffnet ‚The Young Amadeus’, eine moderne Bearbeitung vom zweiten Satz aus dem Konzert für Klarinette und Orchester in A-Dur (KV 622) von Jan de Haan. Nach diesem frischen und jugendlichen Titel wurden esBarock, ‚Pachelbel’s Kanon in D’ wurde mit einem Bass-Ostinato von der Tuba eingeleitet. Der Klang ging von Soli-Passagen in eine fulminante Orchesterleistung über, bei der die Pauken den letzten Schliff verliehen. Und darauf folgte die imposante Komposition von Jacob de Haan, eine Auftragsarbeitfür den niederländischen Befreiungstag, die ‚Free World Fantasy’. Hier forderte der Dirigent Michael Werner nochmals die Musikerinnen und Musiker zu weiteren Höchstleistungen. Bei diesem Konzert wurde auch wieder die Nachwuchsarbeit des Musikverein sichtbar, viele junge Musikerinnen und Musiker, aber auch der ein oder andere ‚Spätberufene’ saß in den Reihen, für fünf Nachwuchsmusiker war es gar das erste ‚große’ Konzert. Die Nachwuchsförderung sieht der Musikverein dabei als Auftrag und Pflicht an. Und auch der Chor kann stolz über einige junge Sängerinnen und Sänger sein, ebenfalls nicht selbstverständlich! Daher auch die Bitte um Spenden für die Nachwuchsarbeit von Chor bzw. Orchester.Um wieder etwas Ruhe in die Kirche zu bekommen, gab es eine kurze Ansprache von Pfarrer Dr. Christof Strüder (für die Pfarrei St. Elisabeth an Lahn und Eder, zu der auch die katholische Kirche Maria Königin in Gladenbach gehört). Er stellte nicht nur fest, dass die Kirche wirklich vorbildlich gefülltwar, sondern sprach auch von der wichtigen Verknüpfung; dem Miteinander der Instrumente, der Musiker, des Chores mit der Melodie und Harmonie, die auch im Glauben zu finden ist. Er verwies dabei auf Ignatius von Antiochien, der diese wichtige Verbindung der Musik, des Glaubens und des Miteinanders zu Gottes Gesamtmelodie wohl schon im 1-2 Jahrhundert in Briefen erwähnte: „Nehmt Gottes Melodie in Euch auf.“ Dieser geistliche Impuls war außerdem eine wunderbare Überleitung zu dem folgenden sanften Klang von Cantelo. Mit den Liedern ‚Holy is he lamb’ und ‚Shine your light’ von Tore W. Aas und dem Lied ‚Jerusalem’ von Stephan Adams wussten die Sängerinnen und Sänger unter der Leitung von Jürgen Kunz wie sie das Publikum mitreißen und begeistern können. Der klare Klang der 34 Sängerinnen und Sänger, nur vom Klavier begleitet, füllte nicht nur den Kirchenraum, sondern ging in die Herzen des über. Zumindest konnte man dies den fröhlichen Gesichtern im Publikum entnehmen.Danach wurde es dann ganz besonders: Der Chor und das Orchester bildeten eine musikalische Einheit. Mit modernen Bearbeitungen von ‚Nun danket alle Gott’ sowie ‚Lobet den Herren’ entführten sie das Publikum in die Barocke Zeit Johann Sebastian Bach’s. Danach wurde das Publikum an die Kino-Erfolg Sister Act erinnert, denn es erklang das schwungvolle ‚I will follow him’, das auch einige Zuhörer aus der Bank riss.Auch der irische Segenswunsch ‚Möge die Straße uns zusammen führen’ passte sich diesem musikalischen Fastensonntag bestens an. Der Erfolgstitel ‚The Rose’, bekannt aus Film und Fernsehen durch die Interpretation von Bette Midler, rundete die Zusammenarbeit von Chor und Orchester schließlich ab. Danach spielte der Musikverein noch das feierliche Werk ‘Amen’ von Pavel Stanék, doch das erhabene und stimmungsvolle Lied war noch nicht der Abschluss. Nach der Verabschiedung von Johannes Schmalz, der auch durch das Programm führte, beendete der Musikverein den offiziellen Programmteil mit dem wunderbaren Evening Song/Abendlied von Clement Coterill Scholefield.Denn nach dem tosenden Applaus und sogar Standing Ovations, kamen Chor und Orchester nochmalzu zwei Zugaben zusammen. Zwei Titel, die bereits bei der Erstauflage des gemeinsamen Passionskonzertes am 11.03.2018 erklangen, der ‚Hymne an die Freundschaft’ und dem bekannten ‚Der Mond ist aufgegangen’. Nun konnte Michael Werner, der bei den gemeinsamen Titeln auch die Gesamtleitung übernommen hatte, das Publikum mit guten gewissen ziehen lassen. Und trotz der rund 1,5 Stunden guter Unterhaltung hörte man ein: „Leider schon wieder rum…“

Nachwuchsorchester durch Erwin-Neyh-Stiftung geehrt

Bei der Preisverleihung der Erwin-Ney-Stiftung, die auch ihr zwanzigjähriges Jubiläum feierte, wurden einige Vereine aus dem Einzugsgebiet Lohra und Gladenbach für ihr wirken ausgezeichnet, auch der Musikverein 1911 Gladenbach – speziell für seine Nachwuchsarbeit!Im Rahmen dieser Feierlichkeit, mit Gästen/Laudatoren wie dem Gießener Regierungspräsident Christoph Ullrich, der Marburger Landrätin Kirsten Fründt und dem hessischen Finanzminister Dr. Thomas Schäfer präsentierten einige der geehrten Vereine ihre Arbeit und auch die Nachwuchsmusiker des Musikvereins wussten ihre Qualitäten zu zeigen. Die 24 Musikerinnen und Musiker (drei feierten sogar ihre Bühnenpremiere) zeigten sich mit der ‚Europahymne’ von Beethoven dem Rahmen entsprechend feierlich – ohne vorherige Absprache mit Christoph Ullrich, der in seiner Festrede für Europa warb.Es folgte Filmmusik, die Titelmelodie der bekannten Zeichentrickserie ‚Familie Feuerstein’ versetzte den Ein oder Anderen der Anwesenden zurück in seine Jugend und auch das Lied ‚Let it go’ aus der relativ aktuellen Disney-Verfilmung ‚Die Eiskönigin’ fand Anerkennung.Mit einem knackigen Dixieland dem ‚Tiger Rag’ verabschiedeten sich die Nachwuchsmusiker um unterviel Beifall die Veranstaltung zu beenden.Das Nachwuchsorchester hat sich in der mittlerweile zehnjährigen Tätigkeit des Dirigenten Michael Werner aus der regen Nachwuchsarbeit von Verein und Dirigent entwickelt. Die Musiker des Nachwuchsorchester wurden bis auf 2-3 Ausnahmen in dieser Zeit beim Musikverein ausgebildet und konnten durch ‚kleine’ Auftritte bei den Weihnachtsverlosungen des Gladenbacher Gewerbevereins, Martinsumzügen der Gladenbacher Kindergärten oder im Rahmen der Feierlichkeiten von anderen hiesigen Vereinen Bühnenerfahrung sammeln. Höhepunkt war das eigenständige Konzert am 29.10.2017 im Bürgerhaus Erdhausen, bei dem die Nachwuchsmusiker ein umfangreiches Programm mit Filmmusiken für das begeisterte Publikum aufführten.Die seit Jahrzehnten aktive Nachwuchsarbeit ist dem eigenen Auftrag aus der Vereinssatzung geschuldet: Der Förderung und dem Ausbau des musikalischen Brauchtums und der musikalischen Kultur (insbesondere durch die Ausbildung des musikalischen Nachwuchses).Dies ist Auftrag und Anspruch zugleich, natürlich sichert sich der mittlerweile fast 108-jährige Verein damit auch seinen Bestand, was erfreulicherweise auch im Blasorchester zu spüren ist. Und damit dies auch konstant weitergeht ist für Sonntag den 01. September ein besonderer Nachmittag geplant, eine Kombination aus Schnupperprobe, Konzert sowie Kaffee und Kuchen.Hier wird es die Möglichkeit geben, die im Musikverein zu erlernenden Instrumente auszuprobieren, sich die Probenarbeit des Nachwuchsorchesters anzuhören/-anzusehen und ein Konzert zu erleben – alles für jung und alt! Denn ein Musikinstrument kann man nicht nur in jungen Jahren erlernen, im Orchester gibt es dafür zahlreiche gute Beispiele.Die Nachwuchsausbildung erfolgt generell in Instrumentengruppen, also Klarinetten oder Trompeten etc., eine Kombination aus Praxis und Theorie soll den Unterricht abwechslungsreich und nicht zu trocken gestalten. Kleine Lernerfolge sollen den Ansporn für die weitere Arbeit am Instrument geben. Bei der erfolgreichen Weiterentwicklung innerhalb der eigenen Instrumentengruppe erfolgt die Überleitung und Integration in das Nachwuchsorchester. Ziel ist nach der Etablierung im Nachwuchsorchester der Schritt ins Blasorchester. Durch die stetige Entwicklung, in den regelmäßigen Proben, bei Probentagen und natürlich die Eigeninitiative der Nachwuchsmusiker (auch daheim etwas zu machen) kann man sich im Verein auch sozial entwickeln. Denn das Vereinsleben ermöglicht während der Probenarbeit aber auch bei Vereinsveranstaltungen ohne Instrument, wie Wanderungen, Ausflügen oder Bratpartien neue Kontakte und Gemeinschaft zu erleben.Bei generellem Interesse kann man z.B. auch einfach mal freitags eine Probe (zwischen 18 und 22 Uhr) in der katholischen Unterkirche in Gladenbach (Ecke Ringstr. Bzw. Burgstraße) besuchen.Im Zweifelsfall informieren Sie sich auf der Hompage www.musikverein-gladenbach.de o